Exkursionen holen den Unterricht aus dem Klassenzimmer in die echte Welt und machen Geografie erlebbar. Anstatt nur Texte über Erosion, Stadtentwicklungen oder Naturschutz zu lesen, gehen die Schüler:innen in die Realität, wo sie ihr Wissen vertiefen und ihre Haltung der Umwelt gegenüber hinterfragen und wertvolel Primärerfahrungen sammeln können (vgl. Rinschede & Siegmund, 2020).
Damit Exkursionen ihr Potenzial entfalten, brauchen sie eine bewusste Einbettung in den Unterricht, wobei der Inhalt vorbereitet, durchgeführt und nachbearbeitet werden sollte. Die Vorbereitung soll an das Vorwissen der Schüler:innen anschliessen und ihre Wahrnehmung direkt lenken, um eine lehrreiche Durchführung zu ermöglichen. Die Nachbereitung dient anschliessend dazu, das erlernte zu vertiefen, reflektieren und einzuordnen (vgl. Wüthrich 2016).
Die Exkursionen auf dieser Website orientieren sich am Lehrplan 21, insbesondere dem Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG). Sie fördern Kompetenzen wie das Wahrnehmen, Analysieren und Bewerten von räumlichen Strukturen sowie das Verstehen von Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt. Weiter setzen bewusst auf Lernorte in der Umgebung von Bern. Die Orte sind gut erreichbar und stellen einen direkten Bezug zur Lebenswelt der Schüler:innen dar. Das macht die Umsetzung einfacher und die Inhalte relevanter, indem sie sich an der Lebenswelt der Schüler:innen orientiert (vgl. Fächernet Kanton Bern).
Während den Exkursionen sollen Schüler:innen nicht nur durch Inhalte berieselt werden, sondern ihre Umgebung wahrnehmen und beobachten, unterschiedliche Orte miteinander vergleichen, ihre Haltung mit ihrer Umwelt hinterfragen und kreative Zukunftsvisionen andenken, was eine Entwicklung raumbezogener Handlungskompetenz ermöglicht.
| Quellen: Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (BKD) (o. J): Fächernet – Ausserschulische Lernorte (abgerufen am 22.4.2026) Rinschede, G., & Siegmund, A. (2020). Geographiedidaktik https://doi.org/10.36198/9783838546704 Wüthrich, C. (2016). Die Kurzexkursion: Anwendungshinweise zu einer viel zu selten ein gesetzten Lehrmethode. Regio Basiliensis |
